MuEC Selb/Rehau e.V. - Der dreiachsige Kesselwagen MuEC Selb/Rehau e.V. - Der dreiachsige Kesselwagen
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Samstag, 24.06.2017
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Der unrestaurierte dreiachsige Kesselwagen
Der restaurierte dreiachsige Kesselwagen
Fakten
Technische Daten
Der dreiachsige Kesselwagen
Der dreiachsige Kesselwagen wurde 1929 von der "Waggon - Fabrik Uerdingen am Rhein" vermutlich als Druckgaskesselwagen gebaut. Die Fabriknummer ist höchstwahrscheinlich 2102, gebaut wurde der Wagen für die IG Höchst. Im Jahre 1958 erhielt der Kesselwagen seine letzte Hauptuntersuchung. Mit ziemlicher Sicherheit ist der Güterwagen hierbei als Transportwagen für Ölprodukte umgebaut worden. Eingesetzt wurde das Fahrzeug danach bei den "Elektrizitätswerken Nürnberg - Stein", die ihn als Lagerwagen für Turbinenöl nutzten. Letzter Einsteller war schließlich die "Bayernwerk AG München", die den Wagen ebenfalls als Lagermöglichkeit im Kraftwerk Schwandorf / Oberpfalz nutzte.
1988 konnte der seltene Kesselwagen vom Modell- und Eisenbahnclub Selb/Rehau e.V. gegen einen zweiachsigen Kesselwagen getauscht und nach Selb überführt werden. Ende 1997 wurden die Schäden am Fahrzeug registriert und etliche Detailfotografien angefertigt. Der desolate Zustand des Wagens zwang den MuEC, den Wagen einer kompletten Restaurierung zu unterziehen. Nachdem die Finanzierung für die Restaurierung weitestgehend sichergestellt war, konnten Anfang 1998 die Arbeiten begonnen werden. Der Wagen wurde komplett demontiert, Kleinteile, Rahmen und Kessel sandgestrahlt und teilweise Anbauteile neu konstruiert.
Zielvorgabe war es, den Waggon als Fahrzeug der Firma "Shell" möglichst originalgetreu zu restaurieren. Außerdem sollte der seltene Waggon in den fabrikneuen Auslieferungszustand von 1929 zurückversetzt werden. Intensive Recherchen erlaubten die Restaurierung des Kesselwagens in den originalen Farben des Shell - Konzerns von 1929. Ebenso sind die handgemalten Muscheln sowie der Schriftzug dem damaligen Erscheinungsbild exakt nachempfunden. Die Tafel- und die Rahmenbeschriftung weisen auf die Zeit der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft (DRG) hin. Nach originalen Vorlagen ist ein Bremserhaus konstruiert worden, das den damaligen Verbandsbauarten entspricht.
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